Menschen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland

Seit etwa 500.000 Jahre leben hier Menschen. Sie lebten zunächst nur von der Jagd und zogen dahin, wo das Ergebnis erfolgversprechend war. Später entwickelten sich Ackerbau und Viehzucht, die Menschen wurden seßhaft und legten Siedlungsplätze an.

Etwa im Jahre 1.000 v. Chr. war dieses Gebiet von den Kelten besiedelt. Etwa um 600 v. Chr. kam es in Norddeutschland zur Herausbildung der germanischen Kultur. Im nördlichen Gebiet wohnten die Friesen und Chauken, südlich davon die Amsivarier, Chamaven und Brukterer. Germanen und Kelten lebten in einer Nachbarschaft. Die Brukterer besiedelten das Gebiet  um die Flüsse Emscher, Ruhr, Lippe bis zum Teutoburgerwald. Die Brukterer gehörten zu den germanischen Stämmen, die in der Varusschlacht (9 n. Chr.) die Römer vernichtend geschlagen haben.

Nach dem Niedergang Westroms und dem Einfall der Hunnen begann in Europa eine Völkerwanderung. Germanische Stämme zogen weiter nach Südwesten, zeitgleich bildeten sich hier mehrere Großstämme. Im Westen waren das die Franken und Alamannen, im Norden die Sachsen, im Süden die Bayern und die Thüringer im Osten. Große Gebiete im heutigen Westdeutschland wurden vom Frankenreich eingenommen, Norddeutschland wurde von Sachsen und Slaven beherrscht. Die Teile Deutschlands im Frankenreich, wurden als Austrien bezeichnet.

Im Frühmittelalter (814 bis 1025 n. Chr.) entwickelte sich hier unter den Karolingern und Ottonen das "Heilige Römische Reich" (HRR).

Kurfürsten, Herzöge und Grafen sowie Erzbischöfe und Äbte verwalteten Besitz und Bewohner. Das Herzogtum Westfalen war ein so verwaltetes Gebiet. Im 17. Jh. erfolgte eine Wiederbelebung des Namens Westfalen und wurde auf das Gebiet zwischen Rhein und Weser ausgedehnt.

Nachdem "Heinrich der Löwe" sich geschlagen gegeben hatte, bemühte sich der Erzbischof von Köln aus, dem südwestlichen Teil Sachsens (östliches Sauerland mit den nördlich angrenzenden Gebieten) ein Herzogtum in Westfalen zu bilden. Arnsberg sollte der Mittelpunkt werden. Der Erzbischof von Köln nannte sich auch zusätzlich "Herzog von Westfalen". Für die Verwaltung dieses Gebietes setzte er einen Marschall ein, zu dessen Bezirk auch das Vest Recklinghausen gehörte.  Die Ambitionen des Kölner Erzbischofes wurden durch die verloren Schlacht bei Worringen gebremst. Diese Niederlage markiert den Übergang zu staatlicher Organisation. Am Ende des 13. Jh. gab es noch eine Vielzahl dynastischer Herrschaft. Je ärmer und entfernter sie von der Machtzentrale aus sie lagen, umso leichter konnten sich kleinere Grafen und Edelherren an der Macht halten.

Der Kölner Erzbischof Engelbert von Berg wird in einer Schlacht am 07. 11. 1225 getötet (ermordet?). Hamm, die Hauptstadt der Mark wird durch Graf Adolf I. von Altena und Mark gegründet. 1226 wird Gervin von Rinkenrode Freigraf der Graftschaft Wildeshorst (mit Hövel, Beckum und Heessen). 1243 erhält die Linie Isenberg-Limburg die Hoheit über den Oberhof Heessen.  Am 01. 05. 1266 findet die Versöhnung zwischen Graf Engebert I. von der Mark mit Erzbischof Engelbert II. von Köln statt.